Mehr als Fassade

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    Der Außenanstrich auf mineralische Oberflächen, Wärmedämm-
    verbundsysteme oder auch Beton sowie Mischmauerwerk


    Die Art der Fassade und die Farbe sind ein klares Zeichen an die Außenwelt. Sie sagen sehr viel über die Bewohner aus. Nur eine trockene Fassade verleiht der Wand die Funktion, deshalb ist es wichtig, neben der optischen Gestaltung auch die technischen Funktionen zu beachten.

    Alleinstehende Objekte oder in einem Häuserverbund, einladend bunt oder klassisch weiß. In jedem Fall aber geht es dabei auch um die Qualität des Anstrichs. Denn nicht zuletzt schützt die Farbe vor schädlichen Witterungseinflüssen, wie Wassereintritt, Algenbewuchs oder Einlagerungen von Salzen, die die Fassade zerstören.

    Welche Arten von Fassadenfarbe werden eingesetzt?

    Die Fassadenfarbe sollte alle 10 bis 15 Jahre erneuert werden, weil die Farbe einerseits verblasst und andererseits auch die Funktion des Anstrichs mit den Jahren nachlässt - wir sprechen von wenigen Millimetern Materialaufbau. Wenn die Fassade eines Gebäudes nicht rechtzeitig geschützt wird, können Schäden auf dem Putz auftreten.

    Sollten Sie sich für das Streichen einer neuen Fassade oder für die Renovierung eines Fassadenanstrichs entscheiden, können Sie je nach dem Fassadenaufbau und Ihren Wünschen zwischen verschiedenen Arten von Fassadenfarben wählen. Bitte beachten Sie in jedem Fall die technischen Informationsblätter des Herstellers, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

     

    Die Acryl-Fassadenfarbe

    Acryl-Fassadenfarben sind wasserresistent und sowohl zum Streichen von Betonfassaden als auch für Sichtziegelbauwerke mit intakter Fuge geeignet. Damit eine Fassadenoberfläche gestrichen werden kann, muss sie mindestens einen Monat alt sein. Es empfiehlt sich jedenfalls eine Feuchtemessung durchzuführen, denn die Betonfassade muss durchgetrocknet sein. Acrylatfassadenfarben sind Beschichtungen, die je nach Qualitätsstufe den Untergrund vor dem Eindringen von Gas (Autoabgase in der Garage, … Straßenverkehr, …) schützen. Acryl-Fassadenfarben sind sehr schlagregendicht und können in vielen Farbtönen angefertigt werden. Durch ihre Elastizität und Thermoplastizität können Reinacrylatfassadenfarben eher zum Verschmutzen neigen.

    Die mikrofaser­armierte Acrylfarbe

    Mikrofaser­armierte Acrylfarben unterscheiden sich von Acrylfarben dadurch, dass sie zusätzlich mit synthetischen Fasern verstärkt sind. Auch mikroarmierte Acrylfarbe ist sehr wasserresistent. Diese Farbe kann sowohl zum Färben von feinen als auch von rauen Oberflächen verwendet werden. Darüber hinaus ist sie auch für rissigen und groben Dekorputz geeignet.

    Die Silikatfassaden­farbe oder Silikonharz­farben

    Eine weitere Art von Fassadenfarben sind Silikatfassadenfarben. Die Silikatfarbe verleiht der Fassade ein typisch rustikales lebendiges Aussehen. Diese Farbe ist stark dampfdurchlässig und eignet sich für die Wiederherstellung historischer Fassadenflächen, zum Beispiel denkmalgeschützter Gebäude. Silikatfassaden­farben sind zum Streichen von Kalk-, Kalkzement- und Silikatputzen geeignet. Silikatfarben können nur mit anorganischen Pigmenten abgetönt werden, was eine gewisse Einschränkung von Farbtönen bei dunklen Farbtönen sein kann. Silikatfassaden­farben sind zusätzlich mit einem leicht wasserabweisenden Additiv ausgestattet, sodass die Wasserdampf­durchlässigkeit nicht gebremst wird. Bei der Verarbeitung müssen besondere Abdeckarbeiten und Schutzmaßnahmen beachtet werden, weil die Produkte leicht ätzend sind.

    Die mikrofaser­armierte Silikatfassaden­farbe

    Die mikrofaser­armierten Silikatfassaden­farben enthalten synthetische Fasern. Diese Fassadenfarben sind dampfdurchlässig und zum Streichen von neuen Kalk-, Kalk-Zement- sowie Silikatputzen geeignet. Neue Putzflächen müssen in jedem Fall fluatiert werden. Die Fasern tragen zur Verstärkung der vorhandenen Oberfläche bei, weshalb sie sowohl für grobe als auch für rissige Putze geeignet sind.

    Die Siloxanfassen­farbe oder Silikonharz­farben

    Eine weitere Gruppe sind die Silikonharz­farben. Sie sind hoch dampfdurchlässig und besonders wasserabweisend. Ihr idealer Einsatzbereich sind das Streichen von glatt und fein verputzten Fassadenflächen, Wärmedämm­verbundsystemen. Durch ihre hohe Schlagregen­dichtigkeit und dennoch hohe Wasserdampf­durchlässigkeit zeichnet sich diese Farbe besonders aus, denn die Verschmutzung der Fassade oder Bildung von Algenbewuchs wird deutlich vermindert. Das Anstrichbild ist sehr gleichmäßig und es können sehr viele Farbtöne angefertigt werden.

    Die mikroarmierte Silikon­fassadenfarbe

    Auch die Silikonfarben können mikroarmiert werden, damit sie zusätzlich zu den dampf­durchlässigen und wasser­abweisenden Eigenschaften auch kleine Haarrisse in der Fassade, die eventuell durch den Putz entstehen, abdecken können (auch resistent gegen die Ansammlung von Staub und Schmutz sind). Sie sind beständig gegen UV-Strahlen, Rauchgase und andere schädliche Einflüsse.

    Hydro­phobieren einer Fassade mit Siloxanlasur

    Anstelle einer Fassadenfarbe können Sie sich auch für eine wasserresistente Beschichtung mit Fassaden­siloxan entscheiden. Fassadensiloxan ist farblos und lediglich ein Schutzmittel. Er wird als Beschichtung für Stein, Farbe, Putz und mineralische Fassadenfarbe verwendet. Fassadensiloxan schützt die Oberfläche der Fassade gegen das Eindringen von Wasser.

     

    Die Kalkfassaden­farbe

    Kalkfassaden­farbe ist die natürlichste Fassadenfarbe. Sie ist für weniger anspruchsvolle Feinputze geeignet. Kalkfassaden­farbe ist hoch dampfdurchlässig. Hier gibt es Reinkalk­fassadenfarben, die aus einem länger eingesumpft gelagerten Kalk bestehen, und Kalkfassaden­farben mit einem Bindemittel­anteil unter 4%. Diese Variante ist üblicherweise im Handel erhältlich. Kalkfassaden­farben können nur mit anorganischen Pigmenten abgetönt werden, weswegen die Farbton­vielfalt, die angefertigt werden kann, eingeschränkt ist. Bei der Verarbeitung müssen besondere Schutzmaßnahmen beachtet werden, weil die Farben ätzend sind.

    Fassadenfarbe mit Nano-Technologie

    Schließlich können Sie sich auch für eine Fassadenfarbe mit Nano-Technologie entscheiden. Diese relativ junge Generation an Fassadenfarben mit Nanopartikeln ist mikroarmiert und selbstreinigend. Solche Farben enthalten sowohl Silikon-Bindemittel als auch Siloxanadditive, die eine spezielle Schutzschicht bilden. Diese Farben weisen Wasser und Schmutz sehr gut ab.

     

    Zu diesen Fassadenfarben bietet der Farbenfachhandel auch weitere Produkte von namhaften Herstellern an. Es gibt auch Formen von Hybrid-Funktionen zwischen den Fassadenfarbentypen, die weitere Anwendungsgebiete zulassen. Neben der optischen Gestaltung ist die fachlich richtige Wahl von Produkten von großer Bedeutung für eine gelungene Fassade und Schutz für viele Jahre.

    Ihr Fachhändler in Ihrer Nähe berät Sie gerne!